Die Fritzbox reiht sich ein in eine ganze Familie von Fritz-Produkten, von denen AVM allein im Jahr 2010 knapp vier
Millionen verkauft hat. In einer für den mit Akronymen, kryptischen Bezeichnungen und Wortungetümen übersäten IT-Markt
klingt das nach einem ungewöhnlichen Markennamen. Zwar erinnert dieser, genauso wie die Firmenbezeichnung "AVM", die
für "Audiovisuelles Marketing" steht, an alles andere als an Technik. Doch hat es die Berliner Company geschafft,
die Marke "Fritz" als Synonym für fortschrittliche, einfach bedienbare Kommunikationsprodukte im Bewusstsein von
Verbrauchern zu verankern (Konkurrent D-Link ist beim Versuch, vergleichbares mit der "Horstbox" zu erreichen, kläglich
gescheitert).
Alles begann im Jahre 1995, als die damals noch junge ISDN-Digitaltechnik flächendeckend in Deutschland verfügbar wurde
- und AVM mit seiner "Fritzcard" eine auf den Privatkundenmarkt zugeschnittene, preisgünstige ISDN-Steckkarte auf den
Markt brachte. Darauf folgten weitere Fritzcards sowie externe "FritzX"-Geräte, Kombinationen aus ISDN-Adapter und
Telefonanlage. Nachdem die Firma im Jahr 2000 schließlich den DSL-Markt mit Produkten wie einem
ADSL/ISDN-Kombicontroller betreten hatten, folgte im Jahre 2004 der nächste und wahrscheinlich bedeutsamste Coup der
Berliner: Die Vorstellung der Fritzbox-Produktlinie auf der CeBIT 2004, die seinerzeit mit dem Slogan "DSL-Endgeräte
für Breitband-Internet" vermarktet wurde. Anhand ihrer roten Gehäuse in DIN-A5-Größe, die vom herkömmlichen
graufarbenen Einerlei deutlich abwichen (später folgten blaue Gehäuse sowie OEM-Gehäusevarianten in anderen Farben und
Formen), ließen sich die Vertreter dieser Gattung auf den ersten Blick identifizieren.
(Quelle: ChanelPartner)